"Route 66" von Freddy Langer im Museum Bensheim

Die Ferne beginnt vor der eigenen Haustür. Dieses Mal im Museum Bensheim, das eine Ausstellung von Freddy Langer mit Bildern von der Route 66 zeigt.  Das erste was einem mit solider Halbbildung einfällt, sind Filmfetzen aus "Easy Rider", "Thelma and Louise", "Cars" und für uns Deutsche vielleicht noch "Out of Rosenheim" und "Paris, Texas". 

 

Freddy Langer zeigt nicht die Geschichte der Route 66 sondern (v)erschafft uns ein Bild von ihr. Ehemals eine der Hauptverkehrsadern der USA, nun von der Moderne und den Highways ins Abseits verdrängt. Serien von verlassenen und verfallenden Motels und Tankstellen. Autos aus dem glorreichen Zeitalter von Detroit, surreale Freizeitparks mit Dinosauriermodellen und Cafes mit Bedienungen, die man sich an keinem anderen Ort der Welt vorstellen kann. 

 

150 Bilder bieten einen farbenfrohen Kurztrip in den Süden der USA.  Die etwas übertriebenen, in Richtung Pop-Art verschobenen Farben verschaffen  Distanz. Es ist keine Dokumentation, sondern eher eine photographierte, etwas übersteigerte und detailierte Vorstellung, die wir von Route 66 haben.

 

Bis Ende Mai im Museum Bensheim.